Die Kunsttherapie geht davon aus, dass jedem Menschen schöpferische Kräfte zu eigen sind, die es gilt zu entdecken und verfügbar zu machen.
Durch die gestalterische Tätigkeit, mit zeichnerischen, malerischen und plastischen Mitteln, können diese inneren Kräfte erfahren und der eigenen Persönlichkeit zugängig gemacht werden. Künstlerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Sie ermöglicht es, einen persönlichen Ausdruck zu finden, sich selbst auf neue Weise wahrzunehmen, sowie Gedanken, Gefühle und Erinnerungen sichtbar zu machen. Die Kunsttherapie unterstützt und aktiviert dass Selbsterleben, und kann dadurch zur Steigerung des Wohlbefindens beitragen. Sie bietet aber auch die Möglichkeit zur Konfliktbearbeitung und -bewältigung. Neue Wege können in kreativer, spielerischer und experimenteller Weise entdeckt, erfahren und erprobt werden. Der/die Kunsttherapeut/in versteht sich in diesem Sinne als Begleiter/in durch individuelles Eingehen auf den Menschen und aktive Unterstützung des persönlichen Prozesses.

Die Kunsttherapie ist geeignet für Menschen die ....

  • Gestaltungsfähigkeiten (auch im Sinne von Lebensgestaltung) und Ressourcen in sich entdecken wollen,

  • eine Erweiterung der eigenen Möglichkeiten anstreben,

  • Schwierigkeiten haben, sich verbal auszudrücken, bzw. Unaussprechliches anschaulich machen wollen, um über die Gestaltung als Medium einen weiteren Umgang damit zu finden,

  • eine Aktivierung der Ich-Stärke und der eigenen Handlungsfähigkeit anstreben,

  • über sich und ihre lebensgeschichtlichen Zusammenhänge, im Sinne einer Selbsterfahrung, mehr kennen lernen wollen, durch den Ausdruck der inneren Befindlichkeit auf der äußeren Gestaltungsebene,

  • Stütze und Struktur brauchen,

  • Anleitung und Anregung benötigen, sowohl inhaltlicher, als auch handwerklicher Art,

  • Kinder und Erwachsene, die eine Entwicklungsförderung benötigen.